Bauen mit der Natur
Ökologisch Bauen
Wer auf 4 Linden ein Haus baut, der baut nicht gegen die Natur, sondern aus ihr heraus. Der Boden gibt das Material, das Klima bestimmt die Form, die Bedürfnisse von Mensch und Tier bestimmen den Raum.
Naturmaterialien als Sprache
Alle Häuser auf 4 Linden sind aus natürlichen Materialien errichtet: aus Holz, Lehm, Wolle, Stroh und Backstein. Lehm hat eine besondere Stellung in unserem Bauen: er isoliert, speichert Wärme, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab — ganz von selbst. Kein anderer Baustoff vereint diese Eigenschaften in derselben Weise.
So entsteht ein Raumklima, das durchatmen lässt, das ganze Jahr hindurch.
Das Geschenk des Bodens
Der Bodenaufbau auf 4 Linden ist ein Geschenk der Geologie: eine halbe Meter dicke Humusschicht, darunter anderthalb Meter reiner Lehm, darunter zwei Schichten sauberen Sandes. Wir stehen, im wörtlichen Sinne, auf unseren Baumaterialien — wir bergen sie, bereiten sie auf und geben sie der Architektur weiter.
Was am Ende eines Hauses lebenszyklisch übrig bleibt, lässt sich zu fünfundneunzig Prozent kompostieren. Die Erde nimmt zurück, was sie gegeben hat.
Architektur als Lebenskunst
Ökologisches Bauen ist auf 4 Linden kein technisches Verfahren, sondern eine Haltung. Eine, die Architektur nicht als Hülle versteht, sondern als Sprache zwischen Mensch und Ort. Und die jedem Stein, den wir setzen, eine kleine Frage einschreibt: Tut es gut? Hält es lange? Lässt es atmen?