Die vier Bereiche
Die vier Künste
Architektur, Kunst, Ökologie und Gemeinschaft — vier Bereiche, in denen sich das tägliche Leben auf 4 Linden entfaltet.
Wir nennen sie nicht ohne Grund »Künste«: weil das, was hier entsteht, weit mehr ist als handwerkliches Tun. Wenn wir das, was wir tun, mit Liebe und Achtsamkeit umsetzen, dann wird das Bauen zur Baukunst, das Heilen zur Heilkunst, das Zusammenleben zur solidarischen Wertegemeinschaft.
Die Kunst der Ganzheitlichkeit
Alle Häuser auf 4 Linden sind aus Naturmaterialien gebaut — Holz, Lehm, Wolle, Stroh, Backstein. Lehm isoliert, speichert Wärme, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, ganz von selbst. Kein anderer Baustoff besitzt diese Kombination an Möglichkeiten. So entsteht ein Raumklima, das durchatmen lässt — das ganze Jahr hindurch.
Architektur ist hier nicht Hülle, sondern Beziehung: Räume, die den Bedürfnissen der Bewohner ebenso Raum geben wie denen der Tiere und Pflanzen.
Die Kunst der Schönheit
Jeder Mensch ist ein Künstler, sobald er das, was er tut, liebevoll und sorgsam tut. Schönheit ist auf 4 Linden kein Luxus, den wir uns gönnen, sondern Ausdruck eines erfüllten, schöpferischen Lebens.
Neben der täglichen To-do-Liste pflegen wir eine To-be-Liste: einfach das tun, was der Seele gut tut, und nicht fragen, was es bringt. Seit 2001 begeben wir uns dafür einmal im Jahr ans Meer von Audresselles, zum Land Art Festival — temporäre Kunstwerke, die der Wind, das Wasser und die Gezeiten wieder fortzutragen wissen.
Die Kunst der Nachhaltigkeit
Menschen, Tiere und Pflanzen sind gleichwertige Partner und Gefährten auf einer Welt, die wir miteinander teilen. Wir brauchen einander.
Auf 4 Linden lässt sich erleben, wie ein friedvolles Miteinander aussehen kann — und mehr noch: wie sich ökologische Lebensweisen Schritt für Schritt in den Alltag tragen lassen, in der Kunst der kleinen Entscheidungen.
Charles Darwin Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.
Die Kunst des Miteinanders
»Die Menschen kommen zusammen, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, um anderen zu helfen, ihre Aufgaben zu erfüllen, und um sich umeinander zu kümmern«, schreibt Sobonfu E. Somé. So sehen wir es auch: Gemeinschaft entsteht im Teilen — von Gaben, von Zeit, von Aufmerksamkeit.
Hofbesprechungen, Herzensrunden und gemeinsame Hoftage halten das Miteinander lebendig. Wer mitmachen möchte, ist eingeladen — die Hoftage stehen Interessierten offen.
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.