Unsere Geschichte

1979 bis heute

Wie aus einem Landarbeiterhaus, einem Zirkuswagen und der Geduld vieler Hände ein lebendiges Gesamtkunstwerk wurde.

Eine Idee und ein altes Haus

1979 kauft Andreas Dilthey, damals Architekturstudent, ein kleines Landarbeiterhaus aus dem 19. Jahrhundert in der Karl-Friedrich-Straße 157 in Aachen-Vetschau. Ein Haus mit Geschichte, mit Ecken und Kanten, mit der ruhigen Würde alter Backsteinwände — und mit unfertigen Räumen, die Hand und Fantasie verlangen.

Die ersten Jahre lebt er in einem alten Zirkuswagen. Das Haus wird mit Freunden, Studienkollegen und befreundeten Handwerkern Stück für Stück ausgebaut, renoviert, mit Lehm verputzt, mit Holz vertäfelt. Aus dem Provisorium wird ein Zuhause — und nach und nach entsteht der Wunsch, mehr zu wollen als nur ein Haus.

Aus einem Haus wird ein Hof

Im Laufe der Jahre wächst 4 Linden unter dem Leitgedanken »ökologisch handeln — nachhaltig denken« zu einem kreativen Erlebnishof. Ein Refugium aus Schönheit und Inspiration, ein ökologisches Vorzeigeprojekt — und ein Ort, an dem ein Wertespektrum aus zwölf Punkten Form annimmt: Architektur und Ernährung, Wasser und Energie, Gesundheit und Ökologie, Bildung und Kunst, Spiritualität und Gemeinschaft.

2008 wird das Gelände um drei weitere Wiesen erweitert. Heute umfasst der Hof als lebendiges Gesamtkunstwerk etwa einen Hektar.

Was heute hier steht

Ein wieder errichtetes Fachwerkhaus von 1656, ein Seminarhaus, Zirkuswägen zum Übernachten, eine Ausstellungshalle, eine Scheune, Ställe für Esel, Ziegen, Hühner und Gänse, eine kleine Hofkapelle, ein Café, ein Atelierhaus mit Galerie, ein Werkhof für Bildhauerseminare. Selbstverständlich alles aus Naturmaterialien — Holz, Lehm, Stroh, Backstein — und zu fünfundneunzig Prozent kompostierbar.

Heute leben hier neun Erwachsene und drei Teenager. Die Kinder aus der Nachbarschaft sind ebenfalls oft anzutreffen. Gemeinschaftliches Miteinander wird gelebt, geübt, neu gefunden — Tag für Tag.